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Geschichte von Klaushagen, Lichtenhain und Suhrhof

Der Überlieferung nach wurden Klaus- und Jakobshagen von zwei Brüdern gegründet, als sogenannte Rodungsdörfer. Die Brüder kamen zur Besiedlung des Ukranenlandes auf den „Ruf nach Osten“ der askanischen Kurfürsten. Eine ausführliche Schilderung der Geschichte wird in der Dorfchronik in der Heimatstube präsentiert. Das Vorwerk Lichtenhain wurde nach Übernahme der Ländereien mit Erlangung der Freiheit der Bauern eingerichtet.  Weitere Vorwerke der Grafschaft Boitzenburg waren Lindensee, Mathildenhof, Sternthal Hier einige Ausschnitte:

 

  • 1271 – erste urkundliche Erwähnung von „Claweshagen“ als Kirchendorf. In dieser Urkunde wird dem Frauenkloster Boitzenburg das Patronat zugeeignet nebst 4 Hufen Grundbesitz und das Recht auf Meßkornabgabe.

  • 1375 - Die Gemarkung zählte nach dem Landbuch Kaiser Karls IV 80 Hufen (1200 ha.), davon 4 Pfarrhufen

  • Durch Zukäufe von den Ritterfamilien Greiffenberg, Welsow und Bever ist das Kloster Boitzenburg ab 1408 im Besitz aller grundherrschaftlichen Rechte. Einige Dienstbarkeiten verbleiben bei der Vogtei.

  • 1424-1438 – Kriegshandlungen zwischen Brandenburg und Pommern, Plünderungen in Klaushagen durch mecklenburgische Raubritter

  • 1528 – Das kurfürstliche Schloss kommt in den Besitz des Landvogtes Hans von Arnim In der in diesem Zusammenhang durchgeführten Bestandaufnahme waren in Klaushagen 5 Bauern ansässig.

  • 1539 – In der Folge der Reformation wird das Kloster Boitzenburg aufgelöst. Der durch den Kurfürsten Joachim II. beschlagnahmte Besitz wird für 4500 Gulden an Hans von Arnim verkauft, damit herrscht der Landvogt über alle Dörfer der ehemaligen landesherrlichen Vogtei und über alle ehemaligen Klosterdörfer.

  • seit 1582 gehört die Kirche Klaushagen zur Mutterkirche Wichmannsdorf, dort ist auch der Sitz des Pfarrers.

  • Als Folge des Dreißigjährigen Krieges und der Pest war 1648 Klaushagen „wüst und leer“. In den nächsten Jahren siedeln sich zwei Bauernfamilien wieder an.

  • 1717 Einführung der Schulpflicht in Brandenburg-Preußen. Als erster Lehrer ist der Schulmeister Wendt dokumentiert, der von 1760-1790 wirkte

  • Aufhebung der Leibeigenschaft ab 1810. Die Bauern konnten sich gegen Landabtretung oder Geldzahlung vom Gutsherren loskaufen. Auf dem Gebiet des abgetretenen Landes entstand das Vorwerk Lichtenhain.

  • 1856 Errichtung des Schulhauses (jetziges Gemeindehaus)

  • 1921 Anschluss von Klaushagen an das Stromnetz

 

  • Aus der Dorflöschwehr geht 1934 die Freiwilligen Feuerwehr hervor.

  • Mit dem Ende des Nationalsozialismus nimmt die Gemeinde viele Umsiedler auf. In diesem Zusammenhang entsteht auch die Bodenreform. Die Ortsteile erhalten die bis heute erhaltene Gebäudestruktur

  • Im Zuge dieser Umbauten wird das aus einem Lehnschulzenhof hervorgegangene Gut Suhrhof eingemeindet.